Auf Wochenmärkten ist es Ihnen schon des Öfteren aufgefallen, es gibt auch gefilzte Kleidung. Dazu noch in einer großen Auswahl, von den Hausschuhen über die Hose und den Mantel bis hin zum Hut. Sie sind begeistert, weil die Textilien auch sehr elegant aussehen. Außerdem tragen sie sich sehr angenehm auf der Haut. Sie sind auch von der Qualität des Stoffes überrascht. Und gerade in der kalten Jahreszeit kommen Sie an den Filzständen nicht vorbei. Vor allem die Pullover sind so kuschelig warm, wie sie auch aussehen.
An der Volkshochschule das Filzen erlernen
Gehäkelt und gestrickt haben Sie schon immer. Das Filzen schöner Accessoires oder anderer Kunstwerke probierten Sie selbst aber noch nie aus. Es hat aber die Neugier in Ihnen geweckt. Sie wollen mehr darüber erfahren und auch auf diesem Gebiet kreativ sein. Filzen kann sehr spannend sein, wie Sie glauben und auch bald erfahren. Sie nehmen an einer Volkshochschule, an einem entsprechenden Kurs teil und sehen: Ja, das ist genau das, was ich machen wollte. Darin wollte ich mich immer schon einmal ausprobieren. Für Sie ist es wahnsinnig spannend, wie aus der ungesponnenen Naturwolle mit viel Können und Geschick, Hausschuhe oder auch Schals entstehen. Dazu muss die Wolle gereinigt werden, ehe eine weitere Bearbeitung möglich ist.
Eigene Kleidungsstücke herstellen
Nachdem Sie für sich die Lust am Filzen entdeckt haben, möchten Sie natürlich nun selbst die ersten Kleidungsstücke herstellen. Ganz schlüssig sind Sie sich aber noch nicht, wie Sie dabei vorgehen. Sie können beim Filzen nämlich zwischen zwei Varianten wählen, der nassen und der trockenen Methode. Beim Nassfilzen benötigen Sie lediglich eine Seife, eine Matte und Wasser. In mehreren Schichten wird zunächst die angelieferte Wolle auf der Matte verteilt, jede Farbe kann eine Schicht sein. Dann wird das Gemisch aus geriebener Seife und heißem Wasser solange in der Wolle bearbeitet, bis ein textiles Stück erkannt wird. Beim Trockenfilzen laufen dagegen andere Prozesse ab. Es ist ein Schwammstoff, auf dem zuerst die Wolle gelegt wird. Mehrere Nadeln steckt man anschließend in dieses Gebilde hinein und zieht sie auch wieder heraus. Eine Verflechtung der einzelnen Wollfasern ist hier dann die logische Folge.
Bild: panthermedia.net Dagmar Spona
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17. Dezember 2011
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